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Durchführung

  1. Die in Informationssystemen des Bundes und der Länder vorhandenen Verbreitungsdaten der vier Arten wurden in einer Projektdatenbank zusammengefasst. Sie diente der Auswahl von Vorkommen, die im Jahr 2015 durch Experten in den jeweiligen Bundesländern hinsichtlich ihrer Eignung für weiterführende Analysen begutachtet wurden.
    -> Steckbrief für Begutachtung [PDF]
  2. Von den Experten wurden in enger Abstimmung mit den Projektpartnern circa 100 Vorkommen als Kandidaten für genetische Analysen vorgeschlagen. Von diesen Vorkommen wurden im Jahr 2016 Blattmaterial gesammelt.
    -> Methode Sammlung von Blattmaterial [PDF]
    -> Steckbrief zur Beprobung und zusätzlichen Datenerhebung [PDF]
  3. Die genetische Diversität der vier Arten wurde auf Ebene der DNA im Jahr 2017 mittels Mikrosatelliten analysiert.
  4. Die Auswahl von mindestens 45 Vorkommen zur Einrichtung genetischer Erhaltungsgebiete erfolgte nach genetischen und pragmatischen Kriterien (z. B. Unterstützung der Einrichtung genetischer Erhaltungsgebiete durch Behörden und Personen vor Ort) im Jahr 2018.
  5. Die Projektpartner konkretisierten in Abstimmung mit lokalen Akteuren den Prozess zur Einrichtung und dem Betrieb genetischer Erhaltungsgebiete und entwickelten ein Muster für eine Einverständniserklärung für Flächeneigentümer und –bewirtschafter sowie eine Erklärung zur Unterstützung.
    -> Mustererklärung Eigentümer/Bewirtschafter [PDF]
    -> Mustererklärung für unterstützende Institutionen/Personen [PDF]
  6. Genetische Erhaltungsgebiete werden geplant und mit lokalen Akteuren abgestimmt.
  7. Genetische Erhaltungsgebiete werden mit dem Einverständnis von Flächeneigentümern und –bewirtschaftern sowie der Identifikation von Unterstützern eingerichtet.
    Eine Saatgutprobe wird nach Maßgabe des Naturschutzrechts gesammelt und in der Genbank für Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft (Genbank WEL) eingelagert.
  8. Eine Saatgutprobe wird nach Maßgabe des Naturschutzrechts entsprechend der ENSCONET-Sammelanleitung gesammelt und in der Genbank für Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft (Genbank WEL) eingelagert."

 

10_Binnensalzstelle-Suelldorf 004Bild 4
Standort von Apium graveolens ssp. graveolens in Sachsen-Anhalt,
(Foto: L. Frese)
Standort von Helosciadium inundatum in Niedersachsen, (Foto: L. Frese)
Standort H. repens in Mecklenburg-Vorpommern, H. Ringel, JKIHelosciadium repens Pflanzenbestand, H. Ringel, JKI
Standort von Helosciadium nodiflorum in Nordrhein-Westfalen, (Foto: U. Meyer-Spethmann)Standort von Helosciadium repens in Mecklenburg-Vorpommern, (Foto: H. Ringel)